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Ein Frühling zuhause

Die Sonne scheint.

Sie will uns sagen, dass der Frühling da ist. Primeln, Tulpen, Hyazinthen, Krokusse, Märzenbecher lachen uns an. Magnolien und Kirschbäume verzaubern uns mit ihren prachtvollen Blüten. Und dennoch: Ein ganz anderer Frühling, als wir es gewöhnt sind. Ein Frühling, wie wir ihn noch nie erlebt haben. Nicht nur, weil viele von uns ihn größtenteils nur von drinnen erleben.


Corona verändert alles. Weltweit.

In diesem Frühling spüren wir alle, wie wertvoll Gesundheit ist und wie schnell sie gefährdet sein kann. Wie sehr Gesundheit, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenhängen und wie schnell das System kippen kann. Plötzlich wird klar, wie wenig Egoismus, Kapital oder Macht im Kampf gegen ein Virus nützen. Wie sehr es einzig und allein darauf ankommt, wie gut wir kooperieren, uns gegenseitig unterstützen und Verantwortung für einander übernehmen.

Wir wissen alle nicht, wohin uns diese Krise führen wird. Wir wissen nur, dass wir alle im gleichen Boot sitzen und dass wir nur gemeinsam durch die stürmische See navigieren können.

In diesem Bewusstsein können wir realisieren, dass es so viele Dinge gibt, für die wir dankbar sind.

  • Dankbar für eine besonnene, ruhig bleibende Regierung hier in Österreich!

  • Dankbar für alle, die sich an die Empfehlungen halten, Ruhe bewahren und Verantwortung übernehmen!

  • Dankbar für alle Helden und Heldinnen im medizinischen und pflegenden Bereich, aber auch in der Grundversorgung, die unsere Gesellschaft, so gut sie können, aufrechterhalten!

  • Dankbar für alle Menschen, die anderen Menschen helfen, die selbst nicht mit dieser Krise zurechtkommen!

  • Dankbar für die Rückbesinnung auf Menschlichkeit, die gerade überall spürbar wird!

  • Dankbar für diesen wunderschönen Planeten, in der Hoffnung, diese schwierige Zeit halbwegs unbeschadet zu überstehen und daraus zu lernen!


Und dennoch, auch wenn es uns hier vor Ort verhältnismäßig gut geht und wir dankbar sein können - auch im Umgang mit dieser Krise - gibt es auch Regionen, in denen die Situation nicht so geregelt angegangen wird und/oder schlicht und ergreifend nicht so gut behandelt werden KANN. Während jetzt die reichen Industrienationen schon alle Hände voll zu tun haben mit der Handhabung dieser Situation, sind die Risiken für die Bevölkerung ärmerer Länder ungleich höher. Auch in Anbetracht der Corona-Krise zeigt sich die hässliche Seite der globalisierten Wirtschaft. Und verdeutlicht für uns die Bedeutung unseres Einsatzes für eine faire Wirtschaft.


Diese Krise geht vorbei. Das ist gewiss.

Und nur die Zeit wird uns Fragen beantworten, wie: Welchen Schaden hat diese Krise angerichtet? Was wird sich ändern, wird sich überhaupt etwas ändern oder geht es weiter wie eh und je? Werden wir Menschen etwas daraus gelernt haben? Gibt es überhaupt etwas, das wir daraus lernen können? Stichwort Klimakrise, Stichwort Peak Everything, Stichwort Grenzen des Wachstums, …


Eine sehr schwierige Frage, über die sich viele Menschen gerade jetzt Gedanken machen. Das Zukunftsinstitut um Matthias Horx hat sich Gedanken gemacht. Wir finden, diese Zeilen sind zumindest lesens- und überlegenswert, auch, wenn niemand weiß, ob es wirklich so sein wird: hier gehts zum Artikel

[Quelle: www.horx.com und www.zukunftsinstitut.de]

Wir haben uns auch unsere Gedanken gemacht.

Natürlich betrifft die aktuelle Situation auch uns als Unternehmen. Wir haben die neue Göttin des Glücks Genossenschaft gerade erst gegründet (die Firmenbucheintragung ist nicht einmal noch erfolgt), die erste Messe in Nürnberg geschlagen, die ersten Kosmetikprodukte mit unserem Lizenzpartner Fair Squared vorgestellt, waren gerade mitten in der ersten Orderrunde. Waren glücklich, unseren Auftrag und unsere Mission, die Wirtschaft von morgen fairer und nachhaltiger zu gestalten, nach dem Markenrelaunch wieder wahrnehmen zu können. Wir fühlen uns verantwortlich dafür, unsere Mission fortzusetzen, um eines Tages unsere große Vision zu erreichen, dass faire Produkte durch Umstellung von Marktmechanismen und anderen, politischen Rahmenbedingungen billiger werden als unfair und ausbeuterisch produzierte Güter. Doch die aktuelle Entwicklung ist auch für uns keine einfache.


Wir wissen, dass wir weiter machen werden. Denn wir haben vor, diese Krise zu überstehen und freuen uns auf eine Fortsetzung unseres Auftrages in der FAIRTRADE Genossenschaft.


Gerade haben wir aber auch nicht das Gefühl, unsere Stimmen mehr als notwendig im allgemeinen Lärm erheben zu müssen. Es gibt wichtigere Themen im Tagesgeschehen für uns alle, auch wenn für uns die Göttin des Glücks natürlich immens hohen Stellenwert hat. Wir werden daher bis zum Abflachen der Kurve im Home-Office etwas abtauchen. Fad wird uns nicht, denn es ist jede Menge Grundlegendes in der Aufbauphase unserer Genossenschaft zu tun. Gerne versorgen wir euch mit weiteren Infos zur Genossenschaft, wollen es aber sonst auf der Kommunikationsschiene ruhiger halten.


In der Zwischenzeit: Passt auf euch und andere auf, seid vorsichtig, bleibt gesund und zuversichtlich, dass wir diese Krise alle überstehen! Alles wird gut!

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