CODE OF PRODUCT

 

Der Begriff „Code of Product“ (COP) existiert offiziell nicht, sondern wurde von Lisa Muhr entwickelt. Er ist eine Anspielung an den bekannten und von vielen Unternehmen verwendeten „Code of Conduct“ und soll im Gegensatz dazu tatsächliche Transparenz sowie soziale und ökologische Mindeststandards für alle Produkte, die in den europäischen Wirtschaftsraum importiert werden, festlegen. Mehr Info zum Hintergrund des COP unterhalb

 

CODE OF PRODUCT DER GÖTTIN DES GLÜCKS

Die Göttin des Glücks greift das Thema „Code of Product“ auf und hat einen eigenen COP entwickelt, der Grundlage und Voraussetzung für alle Produkte und Dienstleistungen ist, die unter der Marke „Göttin des Glücks“ am Markt gehandelt und vertrieben bzw. betrieben werden. Dabei gelten folgende Grundsätze:

  1. Einhaltung der ILO Kernarbeitsnormen entlang der gesamten Produktionskette

  2. Einhaltung der REACH Chemikalienverordnung entlang der gesamten Produktionskette

  3. Transparente Darstellung aller Produktions- und Zulieferbetriebe entlang der gesamten Produktionskette

  4. Alle Produkte, die mit dem „FAIRTRADE“ Siegel oder mit dem „FAIRTRADE Program“ zertifizierbar sind, müssen diese Zertifizierung aufweisen.

  5. Alle Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen, die WFTO zertifiziert sind, entsprechen den Anforderungen, wenn sie transparent entlang der gesamten Wertschöpfungskette darstellbar sind.

  6. Produkte, die in Bioqualität möglich sind, müssen Bioqualität aufweisen.

  7. Alle Produkte und Dienstleistungen, für die es keine FAIRTRADE Zertifizierung gibt, müssen die entsprechenden, jeweils höchsten Branchenstandards erfüllen. Dafür gelten jeweils die hochwertigsten Siegel und Zertifikate (siehe Punkt 4.3.).

  8. Produkte, die im Sinne der Kreislaufwirtschaft (Reuse, Reduce, Repair) auf den Markt kommen, entsprechen den Anforderungen, wenn sie transparent entlang der gesamten Wertschöpfungskette darstellbar sind.

  9. „Plastikfrei“ und „Co2 neutral“ sind Ziele, die möglichst berücksichtigt und dargestellt werden sollten.

  10. Produkte sollten Tierversuchs-frei sein, „Halal“ und „Vegan“ sind willkommene Zusatzaspekte.

 

Die Göttin des Glücks Genossenschaft, vertreten durch Lisa Muhr als Quelle und Hüterin der Werte, behält sich in jedem Fall vor, Produkte, Dienstleistungen oder Lizenzwerber*innen abzulehnen oder vorhandene Lizenzpartnerschaften zu kündigen, sollten diese die Regeln dieses Wertekataloges missachten. 

 

COP-"CODE OF PRODUCT"

Der Begriff ist eine Anspielung an den bekannten und von vielen Unternehmen verwendeten „Code of Conduct“.

 

„CODE OF CONDUCT“

 

Der „Code of Conduct“ ist eine Auflistung an Aktivitäten, die ein Unternehmen unternimmt, um nachhaltig zu agieren. Es gibt dazu keinen einheitlichen Standard, keine Verpflichtung zu Mindeststandards bzw. zur nachweislichen Erfüllung der selbst auferlegten Standards. Die Konsequenz daraus ist, dass sich viele Unternehmen nicht an den eigenen „Code of Conduct“ halten. Oftmals missbrauchen Unternehmen den „Code of Conduct“ für strategische „Green Washing“ Aktivitäten, das heißt, sie stellen sich „grüner“ dar als sie sind, um daraus Kapital zu schlagen. Ein „Code of Conduct“ stellt also keine Qualitätssicherung dar und kann daher weder ein Maßstab für Glaubwürdigkeit noch für Transparenz im Sinne „ehrlicher“ und ganzheitlicher Nachhaltigkeit sein.

 

„CODE OF PRODUCT“ (COP)

 

Im Gegensatz dazu steht der „Code of Product“ (COP). Der COP ist eine politische Forderung von Lisa Muhr, zumindest für den europäischen Raum. Er fordert Mindeststandards für JEDES Produkt, das aus dem außereuropäischen Raum in den europäischen Markt importiert und hier verkauft werden soll. Die Mindeststandards könnten sich in den verschiedenen Produktgruppen bzw. Branchen unterscheiden, eine gemeinsame, stringente Basis sollte jedoch für alle gelten.

 

Lisa Muhr schlägt folgende Basis für Mindeststandards für einen COP vor:

  1. Einhaltung der ILO Kernarbeitsnormen

  2. Einhaltung der REACH Chemikalienverordnung

  3. Listung aller Zutaten am Produkt (mittels QR Code)

  4. Listung aller Produktions- und Zulieferbetriebe entlang der gesamten Produktionskette (mittels QR Code)

 

DIE HINTERGRÜNDE ZUM COP

 

Im Moment gibt es de facto keine Regeln, wie Produkte aus dem außereuropäischen Raum, die nach Europa importiert werden, beschaffen sein müssen. Es gilt das sogenannte „Ursprungsprinzip“: Unternehmen müssen die gesetzlichen Regeln des Landes einhalten, in dem sie produzieren. Es ist bekannt, dass die Gesetzgebung zum Beispiel in Bangladesch zu einem großen Teil von der Industrie und den großen Unternehmen gemacht wird und dass der Staat so verschuldet ist, dass er sich keine sozialen oder ökologischen Auflagen „leisten“ kann bzw. will. Das Ergebnis sind katastrophale soziale Zustände für die Arbeiter*innen und Billigstprodukte, die höchst umweltschädlich sind.

 

Im Gegensatz dazu müssen alle Unternehmen, die innerhalb Europas produzieren, strenge Auflagen wie die REACH Chemikalienverordnung, arbeitsrechtliche und kollektivvertragliche Standards udgl. erfüllen. Das benachteiligt europäische Produktionsstandorte immens. Der COP könnte dieses Ungleichgewicht relativieren. Wenn Produkte, die in Übersee produziert werden, zwingend die definierten sozialen und ökologischen Mindeststandards einhalten müssten, würde sich das Preisgefüge grundsätzlich ändern.

 

Der COP mit seinen Mindestanforderungen wird alleine jedoch nicht in der Lage sein, alle Disbalancen am "freien" Markt auszugleichen, um das große Ziel (die Vision der Göttin des Glücks) zu erreichen, dass fair hergestellte Produkte tatsächlich günstiger werden als ausbeuterisch hergestellte. Dafür bräuchte es noch zumindest zwei zusätzliche, wesentliche Parameter wie ein Steuer- und Förderungssystem, das Anreize für faires Wirtschaften schafft und die obligate Einpreisung der „wahren Kosten“ entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diesen Themen werden wir uns noch ausführlich auf unserem Blog widmen.